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Tatort-Stadion 2: Tatort Stadion in Bielefeld eröffnet

Am Montag wurde die inzwischen zehnte Station von Tatort Stadion 2 in Bielefeld eröffnet. Der Abend in den Räumlichkeiten der SchücoArena stand ganz im Zeichen des Bielefelder Mottos „Wissenschaft trifft Praxis“. Unter den rund 120 Gästen waren auch der Leiter des Jugendamtes, der Rektor der Universität Bielefeld sowie Mitarbeiter des ersten Bielefelder Fan-Projekts aus den 1980er Jahren. Schon in der Einleitung wurde von Martin Winands vom IKG die Tradition der Wissenschafts-Praxis-Kooperation skizziert. Vor diesem Hintergrund stellte Prof. Dr. Andreas Zick (IKG) die Kooperation mit dem Fan-Projekt Bielefeld e. V. auch z. B. in der universitären Lehre heraus, aus der u. a. eine der Tafeln für die Ausstellung entstanden ist.

Pioniere der Fanarbeit in Bielefeld, wie z. B. Wilfried Lütkemeier, Vize-Präsident des DSC Arminia Bielefeld und Geschäftsführer der von Laer Stiftung, traten als Referenten auf und stellten neben der langen Geschichte der Bielefelder Fanarbeit auch aktuelle Entwicklungen wie die Stadionschule oder die Arminis vor. Lütkemeier wies darauf hin, dass soziale Arbeit mit Fußballfans in Bielefeld schon seit längerer Zeit einen großen Stellenwert hat und sich auch der DSC Arminia seiner sozialen Verantwortung in den letzten Jahren bewusst geworden ist.
Untermauert wurden diese Aussagen auch von Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer (IKG), ebenfalls ein Begleiter der Fanarbeit in Bielefeld der ersten Stunde. Er verschaffte in seinem Vortrag der Ausstellung ein theoretisches Fundament, indem er die Inhalte der Tafeln in das Konzept der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit eingliederte. Abwertungen und Diskriminierungen dürfen Heitmeyer zufolge nicht unterschätzt werden und spielen nach wie vor eine Rolle. So finden insbesondere im Fußballstadion sanktionsfreie Herabsetzungen bestimmter Gruppen statt. Zur Auseinandersetzung mit dieser Problematik leistet die Ausstellung Tatort Stadion 2 seiner Ansicht nach einen sehr wichtigen Beitrag.
In eine ähnliche Kerbe schlug auch Torsten Schätz, ehrenamtlicher Vorstand des Fan-Projekts Bielefeld. Er forderte zu mehr politischer Bildung auf und hofft, dass diese Ausstellung in der Stadt eine große Wahrnehmung erfahre. Er schlug vor, dass Jugendmannschaften anstelle des Trainings einen Besuch in die Ausstellung unternehmen sollten.
Ferner erinnerte er daran, dass das Bielefelder Fan-Projekt schon immer auf einer Kooperation mit der Wissenschaft basierte.
Der Abend mündete in einer Präsentation eines WDR-Beitrags aus den 1980er Jahren, bei der das erste Bielefelder Fan-Projekt begleitet wurde.
Beim Ausklang mit Sekt und Brötchen wurden viele positive Rückmeldungen an die Veranstalter herangetragen, sodass wir uns alle auf eine gelungene Ausstellung freuen. Bereits heute geht es weiter!
Erste Pressemeldungen gibt es hier.

Mehr Infos zum Gastspiel in Bielefeld gibt es hier.

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