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Hunderttausend Fußballfans aus ganz Europa schreiben der UEFA einen offenen Brief

  Rund 100 Fußballfan-Dachorganisationen aus 18 Ländern fordern die UEFA auf, ihre Disziplinarpolitik in Bezug auf Rassismus zu überdenken. Mit dem Startschuss für die nächste Runde der europäischen Klubwettbewerbsspiele der Champions League sollte Dynamo Kiew sein Heimspiel gegen Manchester City eigentlich vor leeren Rängen austragen. Für die Fans aus Manchester wäre dies...

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.EIN SCHWARZER NACHMITTAG IN KÖLN.

EIN SCHWARZER NACHMITTAG IN KÖLN

    Polemik zur HOGESA-Demonstration Das Bündnis Aktiver Fußball Fans zeigt sich über die Ereignisse am vergangenen Sonntagnachmittag und Abend rund um den Kölner Hauptbahnhof entsetzt. In einer der größten neonazistischen Aufmärsche der letzten 10 Jahre in Deutschland konnten mehr als 4000 Hooligans, Neonazis und ihre Sympathisanten bei der Demonstration „Hooligans gegen Salafisten“...

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.BAFF und FSE rufen zur Flüchtlingshilfe-Kampagne „Second Fan Shirt“ auf!.

BAFF und FSE rufen zur Flüchtlingshilfe-Kampagne „Second Fan Shirt“ auf!

    Spendet Eure Fanartikel für Refugee-Initiativen! Ihr kennt das ja sicherlich: Die Wohnung und der Keller werden immer voller, weil man einfach nichts wegschmeißen kann. Da sammeln sich alte Shirts, Schals, Mützen und Trikots, tausende Fanzines, Tassen, die man irgendwo mal beim Hoppen gekauft hat. Wir haben jetzt eine Idee, wohin damit: Spenden! Was...

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Willkommen bei BAFF

BAFF zieht Bilanz nach der Saison 2012/13 – Diskriminierung und rechte Aktivitäten in den Fankurven sind weiterhin ein Problem

Die Saison 2012/13 begann mit reichlich Aufregung. Schon bevor die Bundesligasaison begonnen hatte, kam es in der ersten Runde des DFB-Pokals am Wochenende vom 18. bis zum 20. August zu zahlreichen rechten und diskriminierenden Vorfällen. So beschimpften etwa Ultras des Drittligisten Preußen Münster die Gäste von Werder Bremen per Spruchband als „schwule Fotzen“. Für die meisten Schlagzeilen sorgten Fans des Chemnitzer FC, die Mickael Poté von Dynamo Dresden mit sogenannten „Affenlauten“ rassistisch beleidigten. In mehreren Fällen deutete sich jedoch bereits an diesem Wochenende an, welche Vereine im Laufe der Saison noch öfter ins Blickfeld rutschen würden.

In Karlsruhe etwa riefen beim Spiel gegen den Hamburger SV 50 Anhänger des Karlsruher SC „Zick Zack Zigeunerpack“ in Richtung Gästeblock – ein Vorfall, der sich in ähnlicher Weise bei der Drittligapartie gegen Alemannia Aachen wiederholen sollte. In Halle an der Saale riefen beim Spiel gegen den Halleschen FC mehrere Gästefans aus Duisburg rassistische sowie antisemitische Parolen und zeigten kurzzeitig ein Banner mit der Aufschrift „Good Night Left Side“. Gegen einen Anhänger des MSV wurde zudem wegen Zeigens des „Hitlergrußes“ polizeilich ermittelt.

Beide Vereine, wie auch der TSV 1860 München, der bei einer Regionalligapartie seiner zweiten Mannschaft am selben Wochenende ebenfalls dadurch auffiel, dass dort Neonazis Parolen grölten und den sogenannten „Hitlergruß“ zeigten, gehören zu einer ganzen Reihe von Vereinen, bei denen – oft nach Zerwürfnissen oder Umstrukturierungen innerhalb der Fanszene – rechte Gruppen und Einzelpersonen einen erneuten Aufschwung erleben und sich nach teilweise längeren Phasen relativer Zurückhaltung wieder deutlicher zu Wort melden.

Es kam zudem auch in zwei Fanszenen zu Vorfällen, die neben der von Eintracht Braunschweig die Debatten der kommenden Monate bestimmen sollten. In Bremen zeigten Anhänger von Borussia Dortmund beim Spiel gegen den FC Oberneuland ein Transparent, das an den vor fünf Jahren verstorbenen Führungskader der Chemnitzer Gruppe "HooNaRa" („Hooligans Nazis Rassisten“), Rico Malt, erinnerte. Beim Heimspiel von Alemannia Aachen beschimpfte die Fangruppierung "Karlsbande Ultras" die Gäste aus Mönchengladbach per Spruchband als „Bauernfotzen“. Hier und in den anderen Stadien deutete das DFB-Pokal-Wochenende somit bereits an, dass rechte Tendenzen und diskriminierendes Verhalten in den Fankurven eines der Leitmotive der Saison sein würden.

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BAFF fordert den Verein Alemannia Aachen auf, endlich seinen Lippenbekenntnissen Taten folgen zu lassen und ein engagiertes Vorgehen gegen rechtsradikale und faschistische Gruppen im Stadion zu entwickeln!

Die antirassistische Ultragruppe „Aachen Ultras“ (ACU) will bis auf Weiteres keine weiteren Spiele ihres Vereins Alemannia Aachen besuchen. Dies ist die Konsequenz aus nicht abreißenden gewalttätigen Übergriffen von rechten Fans und Hooligans innerhalb der Aachener Fanszene sowie der Tatenlosigkeit des Vereins und der restlichen Aachener Fans.

Auch am vergangenen Samstag kam es beim Pokalspiel bei Viktoria Köln zu Beginn des Elfmeterschießens zu einem Angriff von der durch rechte Personen durchsetzten Aachener Ultragruppe „Karlsbande Ultras“ auf den Block der ACU. Die anwesende Polizei ging dabei unverständlicherweise mit Schlagstock und Pfefferspray auf die angegriffene Gruppe los, anstatt sich um die Aggressoren zu kümmern.

 

Jener Angriff reiht sich ein in eine lange Liste von politisch motivierten Gewaltaktionen gegen die Aachen Ultras durch Nazis und die mit ihnen sympathisierenden Personen aus den Gruppierungen Karlsbande Ultras, Alemannia Supporters und Westwall Aachen. Selbst im privaten Wohnbereich von ACU-Mitgliedern schreckten dieselben rechten Personengruppen vor gewalttätigen Übergriffen nicht zurück.

Das Bündnis aktiver Fußballfans ist besorgt über den Anstieg der Verletzten in der zurückliegenden Saison 2011/2012, wie er durch die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) gestern durch Vorlage des ZIS-Jahresberichtes dargelegt wurde.

Laut dem ZIS-Jahresbericht lag die Anzahl der Verletzten in der Saison 2011/2012 mit 1.142 über der Anzahl der Vorsaison, in der 846 Personen im Zusammenhang mit den Spielaustragungen verletzt worden sind.

Die 1.142 Personen werden von der ZIS wie folgt aufgeschlüsselt:

235 verletzte Polizeibeamte - Vorsaison 243

393 „Unbeteiligte“ (wer immer das ist – unbeteiligt im Pfefferspraynebel z.B.) - Vorsaison 344

514 Fußballfans (Im ZIS-Bericht als „Störer“ bezeichnet) - Vorsaison 259

Während es bei den Polizeibeamten zu einem geringen wie erfreulichen Rückgang der Verletztenzahlen kam, musste bei den „Unbeteiligten“ eine leichte Steigerung der Verletzten verzeichnet werden.

Besonders herausragend ist aber, dass fast doppelt so viele Fußballfans (im ZIS-Bericht als Störer tituliert) verletzt wurden wie in der vorherigen Saison. Und dies sicher nicht etwa durch Unfälle auf nicht gestreuten Stadionwegen oder Ähnlichem, sondern durch Fremdeinwirkung. Es ist zu befürchten, dass die meisten dieser Personen bei Polizei- und Ordnereinsätzen Schaden nahmen.

Deshalb unsere Frage:

- Gegen wie viele der verletzten "Störer" wurden anschließend Strafverfahren eingeleitet?

- Wie viele "Störer" und "Unbeteiligte" wurden jeweils nicht durch andere "Störer" verletzt, sondern durch "Polizisten"?

- Wie viele Polizisten wurden nicht durch „Störer“, sondern durch eigene Kollegen verletzt (Pfeffersprayeinsätze)

- Ist also der Begriff „Störer“ vielleicht überhaupt nicht angemessen?

Uns macht die durch den ZIS-Jahresbericht dokumentierte und gestiegene Polizeigewalt große Sorgen.

Es liegt die Vermutung nahe, dass die Hysterie der Polizeigewerkschaften und mancher Innenminister, die den Fußball als Problem Nr. 1 entdeckt haben, davon ablenken soll, dass Neonazi-Mörder unter Beobachtung des Verfassungsschutzes zehn Menschen umbrachten und nun keine Woche vergeht, an dem Akten über diesen Skandal unerklärlicherweise zu Konfetti verarbeitet werden.

In einem Klima der Verteufelung von Fußballfans und Ultras, in dem Behauptungen verbreitet werden wie: „Bengalo = Gewalt“ oder „beim Fußball begibt man sich in Lebensgefahr“ werden Fußballfans zu Unrecht als Gewalttäter stigmatisiert und dementsprechend behandelt.

„Knüppel frei“ und „Pfefferspray, was die Dose hergibt“, so scheint das Motto zu lauten, welches man den Polizeibeamten mit auf den Weg zum Fußballeinsatz gibt. Passend dazu auch der Anstieg der Einsatzstunden der Polizei.

Mehr Einsatzstunden - mehr Polizei - mehr verletzte Fußballfans - im Umkehrschluss bedeutet dies, dass dringend die Polizeieinsatzkonzepte auf den kritischen Prüfstand gestellt werden müssen.

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