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.Duisburg: Erneuter Angriff rechter Hooligans auf antirassistische Ultras.

Duisburg: Erneuter Angriff rechter Hooligans auf antirassistische Ultras

    PRESSEMITTEILUNG des Bündnisses aktiver Fußballfans e.V. / 21.10.2013 BAFF verurteilt den neuerlichen Angriff und fordert den Verein MSV Duisburg auf, sich öffentlich von den Gewaltaktionen zu distanzieren sowie für Maßnahmen zu sorgen, um weitere Übergriffe verhindern. Unmittelbar nach dem Drittligaspiel am Samstag, den 19.10.2013, zwischen dem MSV Duisburg und dem 1.FC Saarbrücken...

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.Tatort-Stadion in Wien.

Tatort-Stadion in Wien

Nicht nur in Österreichs Fußballstadien, egal ob Profiligen oder Unterklassen, kommt es immer wieder zu diskriminierenden Vorfällen. Rassismus, Sexismus, Homophobie, Faschismus und Anti-Semitismus gehören zu den häufigsten Formen der Diskriminierung, die von Fans, Spieler_innen, Funktionären, ja sogar von Schiedsrichter_innen ausgehen. FairPlay. Viele Farben. Ein Spiel beschäftigt sich nunmehr seit über...

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BAFF-Saisonbilanz 2012/2013

BAFF zieht Bilanz nach der Saison 2012/13 – Diskriminierung und rechte Aktivitäten in den Fankurven sind weiterhin ein Problem Die Saison 2012/13 begann mit reichlich Aufregung. Schon bevor die Bundesligasaison begonnen hatte, kam es in der ersten Runde des DFB-Pokals am Wochenende vom 18. bis zum 20. August zu zahlreichen rechten...

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PRESSEMITTEILUNG des Bündnisses aktiver Fußballfans e.V. / 21.10.2013

BAFF verurteilt den neuerlichen Angriff und fordert den Verein MSV Duisburg auf, sich öffentlich von den Gewaltaktionen zu distanzieren sowie für Maßnahmen zu sorgen, um weitere Übergriffe verhindern.

Unmittelbar nach dem Drittligaspiel am Samstag, den 19.10.2013, zwischen dem MSV Duisburg und dem 1.FC Saarbrücken griffen rechte Duisburger Hooligans der „Division Duisburg“ mit Unterstützung von Personen aus der neonazistischen Szene des Ruhrgebietes die als antirassistisch bekannte Ultragruppe „Kohorte“ an und verletzten mehrere ihrer Mitglieder.

Dieser Angriff ist bereits die dritte körperliche Attacke auf die Ultras allein in dieser Saison. Hinzu kommen diverse Fälle, bei denen es aufgrund der Präsenz von Polizei und Ordnungskräften bei Beleidigungen und Bedrohungen blieb.

 

Der zugrunde liegende Konflikt in der Fanszene ist in Fankreisen allgemein bekannt und dürfte auch für den MSV Duisburg keine Neuigkeit sein: Ganz normale antirassistische/antidiskriminierende Positionen, die für jeden Stadionbesucher eine Selbstverständlichkeit sein sollten, werden als "links" und somit den unpolitischen „Kurvenfrieden“ störend etikettiert. Eine perfide Taktik, die rechten Gruppen einen zunehmenden Einfluss in den Kurven überhaupt erst ermöglicht. Rechtsradikale Hooligans wollen ihre Sichtweise der gesamten Fanszene aufzwingen und versuchen, die einzige Gruppe, die sich offen dagegen wehrt, zu zerschlagen, auch mit körperlicher Gewalt. Zivilcourage wird immer wieder, auch von Vereinen und Verbänden,  gefordert; im Falle des Falles werden Fans, die sich nicht mit der Vorherrschaft von Nazis zufrieden geben, aber allein gelassen.

Der Verein Fortuna Köln hat einem Fanclub für das Regionalliga-Spiel gegen Alemannia Aachen am 26.07.2013 das Aufhängen von Bannern mit antirassistischer Botschaft verboten. Als Grund dafür wurde angegeben, dass man nicht provozieren, sondern ein „friedliches Fußballfest feiern“ wolle. Konkret ging es um Fahnen mit der Aufschrift "Fight Racism" und "Kein Fußball den Faschisten".

BAFF zieht Bilanz nach der Saison 2012/13 – Diskriminierung und rechte Aktivitäten in den Fankurven sind weiterhin ein Problem

Die Saison 2012/13 begann mit reichlich Aufregung. Schon bevor die Bundesligasaison begonnen hatte, kam es in der ersten Runde des DFB-Pokals am Wochenende vom 18. bis zum 20. August zu zahlreichen rechten und diskriminierenden Vorfällen. So beschimpften etwa Ultras des Drittligisten Preußen Münster die Gäste von Werder Bremen per Spruchband als „schwule Fotzen“. Für die meisten Schlagzeilen sorgten Fans des Chemnitzer FC, die Mickael Poté von Dynamo Dresden mit sogenannten „Affenlauten“ rassistisch beleidigten. In mehreren Fällen deutete sich jedoch bereits an diesem Wochenende an, welche Vereine im Laufe der Saison noch öfter ins Blickfeld rutschen würden.

In Karlsruhe etwa riefen beim Spiel gegen den Hamburger SV 50 Anhänger des Karlsruher SC „Zick Zack Zigeunerpack“ in Richtung Gästeblock – ein Vorfall, der sich in ähnlicher Weise bei der Drittligapartie gegen Alemannia Aachen wiederholen sollte. In Halle an der Saale riefen beim Spiel gegen den Halleschen FC mehrere Gästefans aus Duisburg rassistische sowie antisemitische Parolen und zeigten kurzzeitig ein Banner mit der Aufschrift „Good Night Left Side“. Gegen einen Anhänger des MSV wurde zudem wegen Zeigens des „Hitlergrußes“ polizeilich ermittelt.

Beide Vereine, wie auch der TSV 1860 München, der bei einer Regionalligapartie seiner zweiten Mannschaft am selben Wochenende ebenfalls dadurch auffiel, dass dort Neonazis Parolen grölten und den sogenannten „Hitlergruß“ zeigten, gehören zu einer ganzen Reihe von Vereinen, bei denen – oft nach Zerwürfnissen oder Umstrukturierungen innerhalb der Fanszene – rechte Gruppen und Einzelpersonen einen erneuten Aufschwung erleben und sich nach teilweise längeren Phasen relativer Zurückhaltung wieder deutlicher zu Wort melden.

Es kam zudem auch in zwei Fanszenen zu Vorfällen, die neben der von Eintracht Braunschweig die Debatten der kommenden Monate bestimmen sollten. In Bremen zeigten Anhänger von Borussia Dortmund beim Spiel gegen den FC Oberneuland ein Transparent, das an den vor fünf Jahren verstorbenen Führungskader der Chemnitzer Gruppe "HooNaRa" („Hooligans Nazis Rassisten“), Rico Malt, erinnerte. Beim Heimspiel von Alemannia Aachen beschimpfte die Fangruppierung "Karlsbande Ultras" die Gäste aus Mönchengladbach per Spruchband als „Bauernfotzen“. Hier und in den anderen Stadien deutete das DFB-Pokal-Wochenende somit bereits an, dass rechte Tendenzen und diskriminierendes Verhalten in den Fankurven eines der Leitmotive der Saison sein würden.

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